Mein-Arabischkurs
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Shaykh Abu Saliha | Khutba über das Nachsinnen und den Namen Allahs al-Hakiim (Der Weise)

https://www.youtube.com/watch?v=9kEiVnZ52ZU&feature=youtu.be
Die Frage eines Verwirrten:
(Ich zitiere die Frage ohne Veränderung)

As salamu aleykum wa rahmetullahi wa barrakatuhu es gibt eine gewisse ayah* wo Allah subhanahu wa taala sagt das die betroffenen die jahannam mit ihren eigenen augen sehen wenn sie wieder zurrück dürften wieder in verbotenes verfallen da frage ich mich wo ist der sinn wenn sie wieder zurrück dürften das zutun was ihnen diese eine enorme strafe kosten wird weil der sinn dieser so gewaltigen strafe sollte die reue sein dies nie wieder zutun doch wer nicht permanent bereut wurde ja nach dem was mein verstand mir sagt nicht richtig gewarnt im sinne von diese strafe ist nicht gewaltig genug. Kann es sein das sie wieder sterben dann nochmal erschaffen werden sodass alles leid und vorwissen über diese situation jahannam mit den eigenen augen gesehen zu haben nichtmehr vorhanden ist und sie daraufhin per aufklärung durch zb offenbarung dazu ermahnt werden dass dies ihre letzte chance sei und sie aufgrund des nichtmehrvorhandenen vorwissens und der pein sowie leid jahannam gesehen zu haben wieder dies tun was sie einmal taten. Das ist das einzige verständnis das für mich plausibel klingen würde und die zweifel verschwinden lässt. Denn dies ist die einzige ayat die mir seit beginn meines praktizierens sehr starke zweifel bringt. Ich würde mich sehr darüber freuen wenn du mich diesbezüglich aufklären würdest.

*27. Und wenn du sehen würdest, wenn sie vor das (Höllen)feuer gestellt werden! Dann werden sie sagen: "O würden wir doch zurückgebracht werden! Wir würden (dann) nicht die Zeichen unseres Herrn für Lüge erklären, sondern würden zu den Gläubigen gehören."28. Nein! Vielmehr hat sich ihnen offenkundig gezeigt, was sie zuvor zu verbergen pflegten. Und wenn sie zurückgebracht würden, würden sie doch wieder zu dem zurückkehren, was ihnen verboten wurde. Sie sind wahrlich Lügner
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Die Frage eines Verwirrten: (Ich zitiere die Frage ohne Veränderung) As salamu aleykum wa rahmetullahi wa barrakatuhu es gibt eine gewisse ayah* wo Allah subhanahu wa taala sagt das die betroffenen die jahannam mit ihren eigenen augen sehen wenn sie wieder…
Antwort:

Wa aleikum salam wr wb,

das sind einige Worte, die ich in Eile und Schnelle hierzu äußeren möchte.

Zum einem Fragst du nach dem Sinn. Es gibt keinen Sinn, da sie nicht zurückdürfen. Daher stellt sich die Frage nicht, was für einen Sinn es denn gäbe, wenn sie zurückgedurft hätten. Die Rückkehr ist unmöglich und kategorisch ausgeschlossen.
Deine Vorstellung, dass jemand, der die schwerwiegenden Folgen seiner Handlung wirklich kennt und über sie belehrt ist, der würde sich nicht auf die Handlungen einlassen, suggeriert, dass Menschen sich immer nur dann ins Verderben stürzen, wenn sie nicht ausreichend gewarnt wurden und sich über die Konsequenzen ihrer Handlungen nicht bewusst waren.
Diese Vorstellung ist aber fatal daneben und steht hinzu noch in Kontroverse mit dem alltäglichen Leben und dem menschlichen Verhalten.

Das höchste körperliche Leiden des Menschen ist der Tod und dennoch lassen sich unzählige Menschen auf höchst gefährliche Unterfangen ein, die ein signifikantes Potenzial haben ihrem Leben früher oder später ein Ende zu setzen.
Für einen kurzfristigen Spaß und Adrenalinkick bringen sich Menschen in höchste Lebensgefahr.

Deine Vorstellung suggeriert außerdem auch, dass Leugnung der Offenbarung und des Glaubens immer Unwissenheit voraussetzt. Wir wissen aber bereits, dass Iblis nicht aus Unwissen leugnete, sondern ein „psychisches/seelisches“ Defizit hatte, das ihn trotz seines Bewusstseins über die Abscheulichkeit seines Auftretens nicht abschreckte.

Allah ta’ala berichtet im Quran davon, dass diverse Schriftbesitzer Muhammad ﷺ genauso kannten, wie sie ihre eigenen Söhne kennen und dies hinderte sie nicht daran, dieses Wissen zu verschweigen und vorzuenthalten.
Wir müssen also begreifen, dass weder das Wissen allein der Grund des Menschen.
Allah sagt über Pharao und seine Gefolgsleute:

„Und sie verleugneten sie, obwohl sie selbst davon überzeugt waren, aus Ungerechtigkeit und Überheblichkeit. So schau, wie das Ende der Unheilstifter war.“ [An Naml:14]
Ein felsenfest überzeugter Muslim lässt sich immer wieder auf sündhaftes ein, trotz des Bewusstseins über die Folgen seiner Handlung; ohne Zweifel und Straucheln. Es gibt also weitaus mehre interne und externe Faktoren, die den Menschen in seinen Entscheidungen beeinflussen und seine Überzeugungen überblenden.

Exemplarisch erwähne ich ein Beispiel. Die Vorstellung, dass man potenziell verschont bleibt, die Hoffnung irgendwie durch Glück oder sonst etwas davonzukommen. Wohl eines der größten Ursachen der Verblendung des Menschen. Man lässt sich auf Gefahren ein, riskiert Leben, Hab und Gut, Glück und Gesundheit mit der Hoffnung, dass man irgendwie davonkommen wird. Dazu gehören auch der Lebenseifer und die Vorstellung, dass man so schnell nicht abscheiden würde und noch genug Zeit habe, um die Dinge wieder ins Lot zu bringen.

Wenn wir uns den Kontext der Verse betrachten, dann handelt es in aller erster Linie um Leute, die es direkt mit dem Gesandten ﷺ zu tun haben. Im 25. Vers der Sura al-An’am heißt es nämlich:
„Und unter ihnen gibt es manche, die dir zuhören. Aber Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, so dass sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Schwerhörigkeit. Auch wenn sie jedes Zeichen sähen, glaubten sie nicht daran. Wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, sagen diejenigen, die ungläubig sind: "Das sind nur Fabeln der Früheren."

Sie haben also aus Hochmut, Stolz und Überheblichkeit geleugnet. Dies bedeutet, dass sie sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst sein müssten. Sollten sie hypothetischerweise zurückkehren, dann sind es immer noch die gleichen Köpfe und Seelen. Diese Hoffnung keimte nur durch den momentanen Zustand der Angst und des emotionalen Ungleichgewichts.

Wir kennen das auch aus dem Alltag. Menschen entkommen knapp schwerem Unheil und schwören sich im Moment des Glücks, nie wieder dieses Unterfangen zu wiederholen. Sobald sie jedoch wieder heil und munter sind, entkeimt wieder die trügerische Hoffnung, dass schon nichts geschehen wird.

Der Mensch ist ein paradoxes Wesen, ein ambivalentes Geschöpf.
as-Salam aleikum,

alle Unterrichte werden vom 05.02.20 bis zum 11.02.20 pausiert.
as-Salam aleikum,

wir erinnern euch an die bevorstehenden Kurse.
Alle Interessenten mögen sich rechtzeitig anmelden oder an uns wenden.

https://youtu.be/IRQf38_X7lU
Audio
Shaykh Abu Saliha | ,,Erfolgreich ist, wer seine Seele läutert; und verloren hat der, der sie verkümmern lässt"

https://www.youtube.com/watch?v=YnGOTXGEw1s
Audio
Shaykh Abu Saliha | ,,...für sie sind hohe Stufen vorbereitet..."

https://www.youtube.com/watch?v=CoQgj7mBW40&feature=youtu.be
Aktuelle Kurse:

Neubeginn:

Am 19.02.20 beginnt der Grundkurs Teil 2 (Teil 2 von Buch 1).

Gegen Ende Februar beginnt der Mittelkurs Teil 1 (Buch 2 der Serie al-arabiyyatu bayna yadaik).

Quereinstieg:

Im hanbalitischen Fiqh-Kurs sind wir immer noch bei der Einführung in den Fiqh. Quereinstieg ist möglich.

Einzelunterricht: Nach Absprache.

Bei Fragen zu den Kursen:

kontakt@mein-arabischkurs.de
https://t.me/mein_arabischkurs
https://wa.me/496241324469
Audio
Shaykh Abu Saliha | Was ist die Tazkiya?

https://www.youtube.com/watch?v=HPZtwuKALCc
Frage:

Ich hätte wirklich eine Frage, die mich aus der Bahn bringt:

Allah fordert die Menschen heraus, einen wiedersprich im Qur’an zu finden. Und ich hätte vielleicht eins:

Der Qur’an tadelt die Anbetung von Götzen, um Allah näher zu kommen.
Aber wir machen auch tawwaf um die Kaaba für Allah.

Antwort:

Wa aleikum salam wr wb,

als ich las, du hättest einen Widerspruch gefunden, nahm ich an, dass nun etwas wirklich Heikles und Anspruchsvolles kommen wird. Dass du aber in dem Tawaaf um die Ka’ba einen Götzendienst vermutest, dazu aber gleich sagst, dass wir den Tawaaf um die Ka’ba für Allah machen, ist wirklich verwunderlich.

Wäre dies ein Widerspruch, hätten schon die Zeitgenossen des Propheten ﷺ diesen Widerspruch ergriffen und damit gekontert. Wie dem auch sei, es scheint mir so, dass du keine scharfe Vorstellung über den Begriff Anbetung und Götzendienst hast.

Wenn der Muslim um die Ka’ba läuft, vergöttert er nicht die Ka’ba, noch nähert er sich ihr an und huldigt ihr. Wie du schon sagtest, läuft er um die Ka’ba und huldigt Allah damit, indem er seinem Befehl folge leistet und seine Einladung erwidert. Nach deiner Logik müsste auch die Niederwerfung auf den Boden ein Götzendienst sein, da man sich auf den Boden niederwirft. Und dem Armen die Zakah zu geben müsste die Anbetung des Armen sein. Sich beim Fasten von Speisen und Getränken zu enthalten müsste die Anbetung der Nahrungsmittel sein.

Der Götzendienst entsteht dann, wenn man Geschöpfen huldigt, sie selbst anbetet, für sie unendliche Glorie, Verehrung, Liebe und Demut verspürt und diese spirituellen Gefühle in verbale oder körperliche Handlungen übersetzt. Wenn der Muslim aber um die Ka’ba läuft, dann gelten diese spirituellen Gefühle, die Huldigung und Anbetung nicht der Ka’ba!
Ich hoffe, du begreifst nun diesen offensichtlichen Unterschied.


@meinarabischkurs
Im Jahr 78 n. H. bewegte sich Musa ibn Nusair in Richtung des Maghreb. Er marschierte nach Tanger und lies Tariq ibn Ziyad an die Front. Dieser Angriff führte zum Tod der dortigen Könige.

(al-Wajiz fi Tarich al-Islam, S. 480)